Eierkaufen – welche soll ich den kaufen?

Eier sind Lebensmittel, die man in vielen Gerichten braucht. Doch Eier sind nicht gleich Eier. Ich habe irgendwann in Kiel angefangen Eier direkt auf dem Wochenmarkt zu kaufen, direkt vom Erzeuger wo die Hühner noch draußen laufen dürfen ohne in einer Legebatterie zu wohnen. Ich weiß aber auch wie das ist, wenn man selber nicht viel Geld für Lebensmittel zur Verfügung hat und eine große Familie hat, die alle Satt werden möchten.

Dass man da nicht unbedingt Eier für 4 Euro kaufen kann, kann ich verstehen. Daher gleich zu Anfang, ich verurteile niemanden für etwas, damit jemand Satt wird und nur die aus dem Einkaufsladen nimmt. Das recht habe ich nicht, jemanden zu Verurteilen.

Diese Diskussion muss man jetzt auch nicht führen. Ich kann auf jeden Fall beide Seiten verstehen, die nur teure Eier kaufen vom Erzeuger und welche die nur aus dem Laden kaufen können.

Eier direkt vom Erzeuger kaufen

Auch hier in Hannover gibt es verschiedene Stände auf dem Wochenmarkt, die frische Eier verkaufen. Dort bekommt man immer frische Eier in unterschiedlichen Großen und die sind nicht mal so teuer. Also ich bezahle für die größeren 2,20 Euro für 10 Stück. Hier haben wir das Glück das diese Bauern ihre Hühner auch artgerecht halten und die Tiere sich draußen bewegen können.

Leider kann man das nicht bei allen sagen, es gibt da auch Stände die ihre Tiere in Käfigen halten und die Hühner nicht artgerecht leben. Das kann man wirklich so vom Stand nicht wirklich entscheiden und nur durch Erfahrungen, Gespräche und vielleicht auch direkt Anschauen, wenn das in der Nähe ist. Es gibt auch immer mehr Erzeuger, die einen Automaten Aufsteller haben am Hof oder in der Nähe, wo man dann die Eier frisch in 10er Karton bekommen kann. Damit kauft man Regional ein, kennt vielleicht den Hof und sieht die Tiere dort auch draußen und man bekommt eine gute Qualität zu einem guten Preis. Beide Seiten gewinnen draus, der Erzeuger das er damit mehr Verdient als, wenn ein Laden die abnimmt oder er mit den Eiern von Kunde zu Kunde fahren muss, und der Käufer kann jederzeit frische Eier bekommen. Auch Nachts da die Automaten immer Zugänglich sind.

Alternativen findet man im Internet

Wenn man jetzt nicht weiß, wo man direkt einen Erzeuger findet, kann man das Internet durchsuchen. Einfach auf Google gehen „Eier vom Erzeuger“ und deine Stadt eingeben und schon bekommt man verschiedene Angebote. Diese dann anschauen und dort dann hinfahren. Dadurch haben wir noch andere Erzeuger gefunden für Gemüse, Obst und Honig und eben Eier und Milchprodukte.

Auch wenn seit dem 01. Januar 2012 die Hühnerhaltung in Kleinkäfigen in allen EU-Ländern offiziell verboten sind, ist das Thema Käfighaltung noch nicht vom Tisch. Es landen immer noch Hühnereier in den Handel von nicht artgerecht gehaltenen Hühnern. Doch wie kann man das umgehen und worauf sollte man achten? Vor allem kann man darauf achten?

Pro Person essen wir im Jahr ca. 213 Eier. Doch wir lehnen die Haltung in Legebatterien ab, wo ein Huhn weniger Fläche hat als ein Din-A-4-Blatt. Diese Eier haben eine Ziffer „3“. Diese Zahl steht für Käfighaltung. Doch es dürfte nach diesem Verbot diese Eier nicht mehr geben. Aber es gibt diese Haltung leider immer noch und auch hier hilft es nicht wirklich, wenn man BIO kauft. Viele Länger ignorieren das Verbot und halten die Hennen weiter in Käfigen. Leider sieht man auch immer wieder Betriebe, in denen Hühner in Hallen gehalten werden, aber auch da sind die Tiere nicht artgerecht untergebracht und haben wie in den Legebatterien Stress und sind krank. Das Tageslicht sehen auch diese Hühner nicht wirklich.

Gekochte und bemalte Ostereier die zu kaufen sind

Immer wieder kann man schon gekochte Eier kaufen oder die gekochten Eier die Farbe haben. Diese Eier sind meistens aus dem Ausland und kommen aus Haltungen, die nicht artgerecht sind. Daher die Empfehlung die Eier aus der Region kaufen und diese dann selbst abkochen und einfärben. Ist dann auch günstiger und macht mit Kindern auch viel Spaß.

Doch leider wandern viele dieser Eier aus dieser Hühnerhaltung massenweise in Lebensmittel. Nudeln, Kuchen und Kekse, Fertiggerichte, Schokoküsse und vieles mehr. Hier können wir das fast gar nicht mehr nachverfolgen, woher die Hersteller die Eierprodukte bekommt. Die Hersteller geben hier auch kaum Informationen, woher er diese bezieht. Man kann also nicht wissen wie die Haltung ist und ob jetzt dazu die Produkte aus dem Ausland zählen.

Jedoch immer mehr Firmen geben einen offiziellen Verzicht auf Eier und Eiprodukte aus der verbotenen Käfighaltung. Es gibt einige Liste auf der Seite vom Deutschen Tierschutzbundes. Da findet man Produkte, die ohne Ei arbeiten.

Neue Käfige sind auch nicht artgerecht

Auch wenn es keine Legebatterie mehr geben darf für Hennen, gibt es diese auf moderne Art. Nun leben die meisten in „ausgestalten Käfigen“ die man auch Kleingruppen nennt. Nun haben die Hühner 890 statt früher 550 Quadratzentimeter aber das ist auch nicht wesentlich mehr Platz, auch diese neuen Sachen wie Sitzstange und Bereiche zum Scharen und die Eiablage sind alles andere als artgerecht. Leider ist diese Haltung immer noch erlaubt und kaum weiß was man im Grunde, wie das Huhn hinter dem Ei lebt.

Was Verbraucher selbst tun können

• Auf der Verpackung von Eiern achten. Es muss drauf Stehen, aus welcher Form der Hühnerhaltung sie stammen. Glückliche Hühner und deren Eier sind einen lieber? Dann sollten die Feier am besten aus Freilandhaltung kommen. BIO sagt man auch, aber auch hier sehen die Hühner nicht wirklich die Natur. Am besten direkt vom Erzeuger wo ihr die Tiere sehen könnt.
• Lose Eier kaufen auf dem Wochenmarkt geht natürlich auch, seit dem 2004 sind für alle ein Code vorgeschrieben, der auf der Schale aufgedruckt werden müssen. Beispiel 1 DE-23457 bedeutet das Ei kommt aus Deutschland und Freilandhaltung.
• 0 – Eier aus ökologischer Erzeugung
• 1 – Eier aus Freilandhaltung
• 2 – Eier aus Bodenhaltung
• 3 – Eier aus Käfighaltung also Kleingruppenhaltung
• Fertigprodukte sollte man auf die Zutatenliste schauen und die genau studieren. Steht dort nichts über die Herkunft von verwendetem Trocken. Oder Flüssigei, besteht ein sehr hohes Risiko, dass Produkte mit Eiern aus verbotenen Kleinkäfigen hergestellt wurden.
• Fertigprodukte, Kuchen, Kekse, Nudeln und andere Fertigprodukte mit Ei, die man im BIO-Handel kauft, ist auf der sicheren Seite. BIO-Hersteller dürfen für ihre Produkte keine Eier von Hühnern aus Käfighaltung verwenden.

Wo kauft ihr eure Eier und welche sind das? Habt ihr schon mal einen Geschmacklichen unterschied gemerkt?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.