Magenbypass – Dumping-Syndrom

Noch ein Thema was den Magenbypass angeht ist das Dumping. Was aber ist Dumping und wie passiert das und vor allem, wie kann man das vermeiden. Fragen über Fragen, die vor allem vom Arzt und der Ernährungsberatung erklärt wird. Ich versuche das nun zu erklären damit man auch versteht was man hat, wenn es vorkommt.

„Dumping Syndrom ist eine Reihe von unangenehmen Symptomen, die auf eine zu schnelle Füllung des Magens von Nahrung, die er durchlässt, die dann direkt in den Dünndarm kommen. Eine unangenehme Situation die häufig nach Operation am Magen vorkommen, wie bei einem Magenbypass.“

Unter das Dumping-Syndrom werden verschiedene Symptome zusammengefasst, die dann auftreten, wenn Teile oder der ganze Magen entfernt wurde oder wenn ein Teil vom Magen abgetrennt wurde. Wie bei einem Magenbypass, um eine Gewichtsabnahme zu erreichen.

Normalerweise funktioniert der Magen so

Die Mahlzeit gelangt in den Magen und dieser wird damit gefüllt. Dort wird dann die Nahrung in kleinere Nahrungspartikel aufgeteilt. Das ist notwendig, damit die Nahrung in der weiteren Passage vom Darm leichter vom Körper aufgenommen wird. Der Magen gibt immer kleine Portionen in regelmäßigen Abständen mit auch verarbeiteter Nahrung in den Darm weiter, das dauert dann mehrere Stunden bis sich der Magen gänzlich geleert ist.

Was passiert mit mir beim Dumping-Syndrom?

Nun isst du deine Mahlzeit und der Inhalt gelangt vom Magen schneller in den Darm, ohne dass nun der Mageninhalt diese übliche Zeit im Magen bleibt. Durch die chirurgischen Eingriffe, Schädigung vom Magen oder auch ein schlecht funktionierender Magentür passiert das und wird auch so bleiben. Der Magen ist normal dehnbar und hat eine dichte Wand, so hat der Dünndarm die Eigenschaft nicht. Die Darmwand funktioniert wie eine Membran beim Prozess. Flüssigkeit aus dem übrigen Körper strömt in den Darm, der sich dann zu schnell mit vielen Nahrungspartikeln füllt, wird die Darmwand durch die Überfüllung und die einströmende Flüssigkeit zu stark gespannt, dann kommt es zu einer Reihe von Symptomen, die ausgelöst werden von den Nervensignalen, aber auch durch Freisetzung von Signalstoffen.

Die Überspannung des Darms kann dann zu Übelkeit und Schmerzen führen. Aber auch das die Darmpassage beschleunigt wird und es kommt zum Durchfall. Das Dumping- Syndrom kann aber auch ausgelöst werden, wenn die Blutbahn zu schnell Flüssigkeit verliert. Das kommt dann zu einen Blutdruckabfall mit Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Herzrasen kann vorkommen und Schwindel. Die Reaktion kann leicht sein, aber auch so stark sein das man Ohnmächtig wird.

Im schlimmsten Fällen kann das Dumping-Syndrom zu einer nicht guten Regulierung des Blutzuckerspiegels einige Stunden nach einem Anfall kommen. Wenn die Nahrungsbestandteile im Mageninhalt vor allem aus Zuckermolekülen (zu viel Zucker) bestehen, kann das zu einem schnellen Anstieg vom Blutzuckerspiegel kommen. Der Körper versucht dann natürlich das auszugleichen und setzt viel Insulin frei. Damit kommt es dann zu einem heftigen Abfall bis zur Unterzuckerung. Zuckermoleküle sind so klein, dass im Darm eine hohe Partikelkonzentration erfolgt. Dabei zieht der Darm viel Wasser an. Speisen mit hohem Zuckeranteil bringen daher ein starkes Risiko für das Dumping-Syndrom.

Wenn man nun wie mit einem Magenbypass ein Teil des Magens entfernt wurde, verändert sich die Hormonregulierung vom Magen. Auch das kann Beschwerden hervorrufen. Es kann bei einigen Probleme nach 15 bis 30 Minuten nach dem Essen vorkommen, das nennt man dann Frühdumping. Süße Sachen wie Schokolade, Eis, Limonade, Bonbons usw. gelangen schnell in den Dünndarm und sind die Auslöser für die Beschwerden mit folgenden Symptomen:

  • Unwohlsein – Abgeschlagen
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Müde
  • Schweißausbrüche
  • Schneller Puls
  • Herzrasen
  • Schwindelgefühl

Ein Schwächegefühl kann so schlimm werden, das einen nichts anderes überbleibt als sich hinzulegen, bis es einen wieder gut geht. Diese Symptome kann man vorbeugen, in dem man den Zucker verzehr einschränkt und nur kleine Mahlzeiten isst. Natürlich auch Lebensmittel vermeiden, die man dann nicht mehr verträgt. Zu viele Kohlehydrate und Fettiges kann das auch auslösen. Daher sollte man hier genau schauen was man isst und sich auch beraten lassen, welche Süßungsmittel man statt Zucker verwenden kann.

Es kann aber auch zu folgenden Symptomen bis zu 3 Stunden nach dem Essen vorkommen

  • Schweißausbrüche
  • Schwäche
  • Matt und abgeschlagen
  • Schwindelgefühl
  • Angstgefühl oder innere Unruhe
  • Herzklopfen
  • Ohnmacht
  • Verwirrt oder Durcheinander
  • Durchfall
  • Niedriger Blutzuckerspiegel

Es kann aber auch eine Mischform vorkommen. Es kann, muss aber nicht. Jedoch sollte man das unbedingt dann mit dem Arzt besprechen. Gerade wenn man eine Angst entwickelt Nahrung aufzunehmen. Man verzichtet dann aus Angst vor diesen Symptomen auf die Nahrung, was aber falsch ist. Wichtig ist das man mit kleinen Mengen anfängt und lieber 5 Mahlzeiten isst, als 3. Und ausprobieren was man verträgt. Nicht alles verträgt man oder wird angenommen. Niemals mit dem Essen trinken, das geht nicht gut. Aber es gibt Tipps, die man unbedingt beachten sollte.

  • Keine großen Mahlzeiten essen
  • Kein Trinken mit Mahlzeiten einnehmen und nach der Mahlzeit erst 30 Minuten warten
  • Nahrungsgewohnheiten verändern und Nahrung essen mit Kohlenhydraten die weniger schnell sind
  • Eher Kohlenhydrate auf Vollkornprodukte, Kartoffeln und Gemüse ausweichen
  • Milch und Milchprodukte versuchen zu meiden
  • Ballaststoffanteil erhöhen
  • Keinen Alkohol
  • Essen immer sehr gründlich kauen und langsam essen
  • Lebensmittel mit hohen Säureanteil vom Speiseplan streichen
  • Lebensmittel am besten dünsten oder im Backofen zubereiten
  • Ausreichend Vitamin. Eisen und Kalziumzufuhrt zu sich nehmen
  • Nach einer Mahlzeit 30 Minuten ausruhen

Im Notfall mit dem Arzt reden und sich ein passendes Medikament verschreiben lassen, wenn es gar nicht ohne geht, Aber das sollte erst der letzte Weg sein, wenn nichts anderes mehr geht.

Und bitte besprecht das gut mit der Ernährungsberatung und dem Arzt vor der Operation, aber auch nach der OP und wenn es wirklich vorkommt. Der Arzt muss alles genau wissen wie es euch geht und schreibt euch ein Ernährungsbuch und wenn es zum Dumping kommt, was ihr davor gegessen oder getrunken habt. So könnt ihr dem gut auf dem Grund gehen.

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