Magenbypass – Ernährungs Tipps

Bald habe ich die Magenoperation und damit muss sich noch vieles verändern. Vor allem wird die Ernährung noch weiter anders sein und man muss auf vieles achten. Das Leben, das man früher hatte, gibt es dann so nicht mehr. Dafür bekomme ich aber wieder das Leben was ich mir wünsche. Weniger auf der Waage, weniger Krankheiten und ich kann wieder Sport machen und vor allem auch wieder Reiten gehen. Und natürlich kann man auch weiter gut Essen, nur eben anders und weniger. Es gibt natürlich auch Veränderungen, man muss dann ein Leben lang Vitamine in Tablettenformen nehmen, damit man Optimal versorgt ist.

Wenn man die Zeit hat, sollte man auf dem natürlichen Weg abnehmen. Dann kann man mit Ernährung umstellen, Bewegung und einer anderen Einstellung das Gewicht reduzieren. Aber es gibt eben auch mal Menschen, da funktioniert das nicht oder die Zeit fehlt und es muss dann mit einer Operation passieren. Doch man muss dafür vor der Operation und danach vieles Umstellen und ändern. Aber mit den Wochen wird das immer besser und man gewöhnt sich an das Essen und Trinken. Und es ist ein langer und harter Weg zur Operation und bis die gemacht wird.

Ich möchte auf die Ernährung eingehen und worauf ich achten muss. Aber ich werde auch noch in einen weiteren Artikel auf die Vitamine usw. eingehen, die dann lebenswichtig sind. Aber alles nach und nach.

Was muss ich vor und nach der Magenverkleinerung beachten?

Vor der Operation kommen viele Sachen. Als erstes muss man versuchen mit Diät und Therapie das Gewicht zu Reduzieren. Es müssen einige Sachen versucht werden, damit man abnimmt. Ernährungsberatungen, Therapien, Diäten und Bewegungen sind angesagt. Mit Ärzten, Kuren und der Ernährungsberatung zusammen. Klappt das alles nicht, kann man mit einer Klinik zusammen das mit einer Magenverkleinerung in angriff nehmen. Dazu gehören viele Untersuchungen, von Magenspiegelungen, große Blutuntersuchungen, Ernährungsberatungen aber auch ein Gutachten vom Therapeuten muss angefordert werden. Dann kann man einen Antrag stellen bei der Krankenkasse.

Nach der Magenverkleinerung muss man sich umstellen. Die Ernährung muss komplett anders gemacht werden. Anders essen, sich an andere Lebensmittel gewöhnen und drauf achten ohne Zucker oder so gut es geht sich ohne Ernähren. Kleinere Mengen essen, es passt ja weniger in den Magen und man muss bestimmte Sachen zuerst essen damit man das wichtigste aufnimmt, bevor man Satt ist. Es ist nur ein Hilfsmittel, man muss zusätzlich seine Lebensgewohnheiten und die Essgewohnheiten ändern. Bewegung ist dann auch wichtig und muss beachtet werden.

3 Mahlzeiten am Tag, langsam Essen und gut kauen. Das Essen genießen und die Mengen müssen kleiner werden. Das Essen muss dann proteinreich sein, mehr Obst und Gemüse. Vollkornprodukte bevorzugen und man muss auch mindestens 2 Liter Wasser trinken.

Am besten vor der Operation also 4 Tage vorher sich an Flüssige Nahrung gewöhnen wie Joghurt, Mixgetränke, Gemüsesuppe, die püriert ist, usw. Man gewöhnt sich so am besten an die Ernährung nach der Operation. Und der Verlust vom Gewicht ist dann ein Antrieb, dass man auf die Ernährung achtet und nicht zu sehr in alte Muster fällt.

Was man beachten muss!

Meistens bekommt man schon vor der Operation Nährstoffe, die man zusätzlich nehmen muss. Vitamine wie B1, B12, Eisen und Vitamin D sind besonders wichtig. Durch den geringen Verzehr von Obst, Gemüse und Milchprodukten muss man das mit künstlichen Nährstoffen ausgleichen. Man muss rechtzeitig mit einen Multivitaminprodukt anfangen, das die empfohlenen Mengen an Vitaminen usw. gibt.

Im Krankenaus bekommt man dann nach der Operation eine Kostaufbau. Man muss lernen Tee und Wasser in kleinen Schlucken zu trinken, damit man keine Schmerzen bekommt. Nach kurzer Zeit bekommt man dann kleine Mengen zu Essen. 3 Mahlzeiten sind das dann am Tag und am Tag der Entlassung kann man dann flüssige und breiige Speisen essen.

Essen und Trinken muss man trennen. Nie trinken zum Essen nehmen, da der Magen nur eine kleine Menge aufnehmen kann. Die Vitamin- und Mineralstoffe muss man jeden Tag nehmen, und sich regelmäßig Bewegen. Nur so kann man das Gewicht reduzieren und es auf Dauer halten um damit gut zu Leben.  Falsches Essen wie zuckerreiche Lebensmittel können zu einem Erbrechen und Übelkeit führen und man sollte da besonders aufpassen. Klar darf man mal was Süßes, aber sehr wenig und selten eben.

Behandlung und Achtung bei Diabetikern

Für Diabetiker gilt das gleiche mit der Ernährung. Man muss nur die erste 6 Wochen nach der Operation drauf achten, dass man häufiger den Blutzucker messen tut. Die Anpassung einer Diabetikertherapie muss dann mit dem Arzt besprochen werden. Aber viele brauchen nach der Operation keine blutzuckersenkenden Medikamente mehr. Das wird dann aber mit dem Arzt zusammen besprochen und abgeklärt.

Eiweißzufuhr ist besonders wichtig für den Menschen

Eiweiß ist ein lebenswichtiger Nährstoff für unseren Körper. Er wird für die Wundheilung, das Immunstem, Schutz für die Muskulatur gebraucht und schützt auch vor dem Haarausfall. Je nach der Operation muss der Körper 60 bis 80 Gramm bekommen, beim Magenbypass sind das 80 bis 90 Gramm. Eiweißreiche Lebensmittel sind Milch und Milchprodukte, Fisch, mageres Fleisch und Geflügel, Hülsenfrüchte und Eier. Nach der Operation kann man das nicht gleich Essen oder verträgt das nicht sofort, daher sollte man das als 4 Mahlzeit nehmen. Hochwertiges Proteinpuler enthalten ca. 80 bis 85 Gramm Protein auf 100 Gramm Pulver. Nach 5 Wochen kann man dann seinen Speiseplan verändern.

Beispiel für einen Tag

Frühstück mit 100 Gramm Magerquark und etwas Obst. Sind 12g Eiweiß.

Mittagessen 100 Gramm Putenbrust, mit 2 Esslöffel Gemüse und 2 Esslöffel Kartoffeln. Sind 24g Eiweiß.

Zwischenmahlzeit 1 Glas Eiweißdrink sind 12g Eiweiß.

Abendbrot 100g Hüttenkäse, ½ Scheibe Vollkorntoast und Gemüse. Sind 12g Eiweiß.

Kohlenhydrate darf man natürlich essen zu jeder Mahlzeit. Aber man kann nur sehr kleine Mengen davon Essen. Der Operierte Magen kann nicht viel aufnehmen, man muss erst eiweißreiche Lebensmittel essen, da diese wichtig sind. Danach das Gemüse und wenn dann noch Platz ist die Kohlenhydrate.

Beim Übergang von Flüssig zur festen Nahrung kann so aussehen; Ein handtellergroßes Stück gedämpfte Hähnchenbrust, 2 Esslöffel weichgekochtes Gemüse und 2 Esslöffel Kartoffelpüree. Aber zuerst das Fleisch und dann das Gemüse und den Rest.

Zuckerhaltige Getränke sind Verboten

30 Minuten vor der Mahlzeit sollte man nichts mehr Trinken und erst nach 30 Minuten nach dem Essen wieder was Trinken. Empfohlen sind 150 bis 300 ml in der Stunde, in kleinen Schlucken trinken. Getränke mit Zucker wie Limonaden, Eistee und Säfte sind verboten.

Bei einer Unterzuckerung ist das dann erlaubt etwas Saft zu trinken. Aber diese kommt sehr selten vor nach einer Magenoperation. Ausnahmen sind Patienten mit Dumping-syndrom. Da ist dann aber eine Störung der Reservorfunktion des Magens schuld.

Tipps für das Essen und Trinken nach der Operation

  • Kleine Mengen mit einem Volumen von 50 bis 200 ml je Mahlzeit
  • Aufhören wenn man das Sättigungsgefühl bekommt
  • 4 Eiweißreiche Mahlzeiten am Tag
  • Speisen müssen wenig Zucker und Kochsalz enthalten
  • Viel Eiweiß, mittel Obst und Gemüse und wenig Kohlenhydrate und Fett enthalten.
  • Leicht verträgliche Lebensmittel essen. Kein Kohlgemüse, Hülsenfrüchte, stark angebratenes, scharfes Essen.
  • Essen muss gut gekaut werden, damit es gut vertragen wird.
  • Trinken nie zu den Mahlzeiten. 30 Min. vorher und 30 Min. danach einhalten.
  • 1,5 bis 2 Liter am Tag trinken

Langsam Essen, sehr gut kauen und auf Sättigung achten

Essen sollte man nicht nur genießen, sondern auch langsam Essen. Mindestens 3 Minuten sollte man einplanen und jeden Bissen 15-mal Kauen. Langsames Essen kann das Sättigungsgefühl besser wahrgenommen werden. Verspürt man ein Sättigungsgefühl, aufhören zu essen. Das verhindert das man zu viel ist und man Magenschmerzen bekommt.

Laborkontrollen sind wichtig

Man muss nach der Operation beim Arzt Regelmäßig die Werte kontrollieren lassen. Damit sieht man ob an gut Versorgt ist, oder ob man einen Mangel bekommt an Vitaminen und Mineralien. Das ist sehr wichtig und darf nicht Vergessen werden. Sehr wichtig sind Vitamin B12, Folsäure, Eisen, Kalzium, Vitamin D und B1. Diese sind wichtig für den Körper und die Organe.

Bewegung ist auch wichtig und das bedeutet nicht das man Sport machen muss. Aber mindestens 30 Minuten sollte man sich bewegen. Mehr ist natürlich nicht schlecht. Leichtes Schwitzen ist sehr gut. Nordic Walking ist eine gute Alternative oder wenn der Arzt ok sagt auch Fahrradfahren und Schwimmen gehen.

Rezeptideen für Magenbypass

Kalter Hibiskusblütentee zubereiten mit 3 TL getrocknete Hibiskus Blüten, 3 Scheiben frische Zitrone und 1 Liter kaltes Wasser. Die Hibiskus Blüten mit Zitronenscheiben in ein Glasgefäß geben und mit kaltem Wasser aufgießen und mindestens 3 Stunden in Kühlschrank stellen. Am besten kalt Trinken.

Kokos-Mango-Getränk mit 90g gewürfelte Mango, 50 ml Kokoscreme, 1 E Orangensaft, 250 ml Buttermilch und 2 TL Kokosblütenzucker. Dafür die Mango, Kokoscreme, Saft und 125 ml Buttermilch in ein Gefäß geben und mit dem Mixer mischen. Den Rest Buttermilch dazugeben, mixen und kalt servieren. Etwas Kokoszucker drüber geben.

Knuspertaschen mit 200g Rindertartar, 40g Magerquark, 1 Ei, 20g Paniermehl, 1 EL Parmesan, 5 schwarze Oliven ohne Stein, 2 getrocknete Tomaten, 1 Schalotte und 4 Filoteigblätter. Den Quark, Parmesan, Ei, Paniermehl und Tartar vermischen. Oliven, Tomaten, Schalotte in feine Würfel schneiden und unter die andere Masse mischen. Die Filoteigblätter in 8 kleine längliche Blätter teilen. Die Tartar Masse in 8 Teile teilen und auf die Teigblätter legen und Aufwickeln. Die Seiten sind zum Verschießen da. Backpapier auf das Backblech legen und die Teigtaschen drauflegen. Bei 200° für 30 Minuten Backen.

92 kcal, 9g Eiweiß, 5g Fett und 4g Kohlenhydrate.

Reissnack braucht man 2 runde Reispapier, 50g Putenbruststreifen, 1 TL Chilisoße süß-scharf, 3og Bambussprossen, 40 g Möhren, 1 TL Limettensaft, 5 EL Sojacreme, Salz, Pfeffer und Petersilie. Reispapier nach Anleitung anfeuchten und auf ein Teller legen, Putenbruststreife, Möhren in Streifen schneiden und mit Bambussprossen vermischen. Sojacreme, Chilisauce, Limettensaft, Salz und Pfeffer zu einem Dressing mischen und abschmecken. Gemüse auf das Reispapier verteilen Dressing drüber geben und gehackte Petersilie draufgeben und fest wickeln.

112 kcal, 8g Eiweiß, 6g Fett, 7g Kohlenhydrate, 2b Ballaststoffe, 20mg Calcium und ohne Lactose.

Frikabällchen braucht man 300g Rinderhackfleisch, 1 kleine Schalotte, 1 Knoblauchzehe, Thymian, 1 EL Senf, 1 Ei, 30g Haferflocken, Salz, Pfeffer und 1 EL Sonnenblumenöl.  Dafür Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Alles mit dem Hackfleisch vermischen und 16 Bällchen formen. Diese in dem Öl in der Pfanne ausbraten.

36 kcal, 4g Fett, 4g Eiweiß und 1g Kohlenhydrate.

Sind nur ein paar Anregungen, die ich habe und die lecker sind. Die Rezepte sind für 2 Personen. Es folgen bald noch weitere Informationen zu Vitaminen und Mineralstoffen. Bis dahin wünsche ich euch einen schönen Tag.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.