Mein Leben – Julias Leben

Mein Name ist Julia und ich bin jetzt 44 Jahre alt. Ich habe mich dazu entschlossen über mich, mein Leben und mein Weg zum Magenbypass, die Vorbereitung und mein Leben nach der Operation zu berichten. Ich möchte von meiner Geschichte erzählen und was sich in meinen Leben alles verändert hat.

Ich hatte nie eine perfekte Figur, war immer schon ein Pummelchen und hatte damit auch im Leben als Kind zu Kämpfen. Wie man sich das vorstellen kann, sind andere Kinder grausam und ich habe damit mich von vielen abgewendet. Jedoch war ich immer sportlich aktiv. Ich bin jeden Tag auf meinen Pferden geritten, habe mich um diese gekümmert und bin mit dem Fahrrad über 10km in den Stall gefahren und zurück. Egal bei welchem Wetter. Natürlich habe ich viel Diäten ausprobiert, war auf Kur und habe auch Seminare mitgemacht und es hat dort schon etwas gebracht, aber leider gab es dann immer den Jo-Jo Effekt. Ich war nie jemand der nur Zuhause sein wollte, ich habe mich immer bewegt und das später auch auf der Arbeit.

Die Diäten kennt jeder, man nimmt etwas ab, aber leider sind danach immer etwas mehr Kilos auf den Rippen geworden. Es war dann aber ein ruhiger Zustand, wurde weniger nachdem ich mich Verliebte und mit jemand Zusammengezogen bin. Doch es gab dann nur noch Tiefs und damit wurde dann das Gewicht mehr. Leider durch Medikamente und dem Essen. Es zog sich immer weiter und man verliert irgendwann die Kraft, weiter zu Kämpfen. Es gab Zeiten da ging es wieder runter und ich habe um die 20 kg verloren.

Bis dann die Zeit der Krankheiten angefangen hat und ich nicht mehr Kämpfen konnte. Den Leidensweg kann man auf meinen anderen Blog Mein Leben – mein Schicksal nachlesen. Es warenschwere Jahre und ich hatte den Kampf aufgegeben. Bis ich wieder schwer krank wurde und dann in eine Einrichtung bin, um wieder auf die Beine zu kommen. Ich habe dann meinen jetzigen Mann kennengelernt und zum ersten Mal erlebt, wie das ist wirklich geliebt zu werden.

Er liebte mich auch mit meinem Übergewicht von über 150 kg, und ich habe in den ersten Monaten über 60kg abgenommen ohne das ich Diät gemacht habe. Ich habe alles gegessen, aber mit Verstand und vor allem Genuss. Wir sind raus gegangen und er hat mich Motiviert das ich wieder auf die Beine komme. Dann haben wir angefangen mit den Ärzten zusammen das wir den Magenbypass wollen. Wir haben eine gute Klinik gefunden und mit denen dann alles erarbeitet was man für Untersuchungen braucht.

Leider dauert das immer lange bis man überall Termine bekommt und dann die Untersuchungen gemacht werden können. Natürlich gab es viele Tage, an denen ich Gesundheitlich an meine Grenzen gekommen bin. Ich hatte in der ganzen Zeit 3 Operationen davon noch eine Notoperation, die ich nur knapp überlebt habe. Mein Mann stand mir immer bei und gab mir Kraft und Mut. Gerade vor den Operationen, die ich mit Angst begegnet bin, hat er mir beigestanden.

Nun haben wir 95% für den Magenbypass erledigt und wir haben noch ein Termin für die Operation. Natürlich habe ich Respekt davor, etwas Angst für die Narkose und den Schmerzen. Aber für mich und meine Gesundheit ist das die Lösung, die es gibt. Auch wenn ich gut abgenommen habe, ist es gesundheitlich die letzte Chance. Zu lange habe ich gewartet und gedacht es geht auch so.

Ja und die bekannten Sprüche

Natürlich kenne ich jeden Spruch von „Bewege dich mehr“, „Esse weniger und gesund“ usw. Doch wenn das immer so einfach wäre, dann würde es kaum jemand geben mit dem Übergewicht. -Es gibt viele Gründe warum man zunimmt und nicht immer ist nur das Essen schuld. Ich sage nicht, dass es bei mir nicht das Essen war, aber nicht nur. Es sind viele Faktoren geworden, die mich dann zu dem gemacht haben, was ich war, Es gab Momente ich habe gut abgenommen und war glücklich, doch dann gab es wieder einen gescheiterten Versuch und meine Seele ist zerbröckelt. Wenn man dann keinen Rückhalt hat, ist das schwer da wieder raus zu kommen. Aber wie erklärt man jemanden der mich nur sieht und nicht kennt und der nicht weiß, dass man ein gestörter Stoffwechsel hat? Das auch Medikamente mit Schuld sind und andere Seelische Probleme? Das geht nicht, den einiges erzählt man niemanden oder nur den engsten Vertrauten.

Doch ehrlich, wenn jemand mich beleidigt oder anschaut und mich und mein Leben nicht kennt, kann ich das nicht ändern. Jeder hat ein Päckchen zu tragen und man sollte niemand verurteilen. Für mich, für uns haben wir uns nun für einen Magenbypass entschieden. Damit ich Leben, ja überleben kann.

Ich werde ab nun drüber Berichten, wie der Weg nun weiter geht. Die Operation Vorbereitungen, die Operation und der Weg nach der Operation. Wie sich alles verändert, wie das Gewicht runter geht und wie mein Leben sich wieder positiv verändert. Für 2019 stehen nun noch 3 große Operationen an und evtl. noch eine kleinere. Ich halte euch auf den Laufenden.

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