Pflegehilfsmittel – Was genau ist das eigentlich?

Du hast bestimmt in einer Werbung schon einmal von Pflegehilfsmittel gehört, die man bestellen kann und das kostenlos. Diese Pflegehilfsmittel bekommen nur Menschen, die einen Pflegegrad haben und zuhause gepflegt werden. Ich möchte heute auf diese Hilfsmittel eingehen und erklären was das ist und wie man das bekommt, wenn man einen Pflegegrad hat. Das weiß man ja auch nicht sofort und leider klären einen die Krankenkassen und Pflegekasse nicht wirklich auf. Man muss sich da wirklich selbst Informieren.

Anmerkung
Rechtsverbindliche Auskünfte dürfen (lt. Rechtsberatungsgesetz) ausschließlich Rechtsanwälte oder andere gesetzlich ausdrücklich befugte Personen und Institutionen erteilen. Werden in diesem Beitrag rechtliche Themen berührt, so handelt es sich dabei in keinem Fall um Rechtsauskünfte. Alle Aussagen wurden von mir selbst recherchiert und nach bestem Wissen und Gewissen wiedergegeben. Eine Haftung kann jedoch auch hier nicht übernommen werden.

Was genau sind Pflegehilfsmittel?

Pflegehilfsmittel sind Sachmittel, die zur Erleichterung der häuslichen Pflege oder zur Linderung der Beschwerden der Pflegebedürftigen betragen oder aber dem Pflegebedürftigen eine selbstständige Lebensführung ermöglichen. Der Pflegebedürftige hat einen Anspruch auf Versorgung mit Pflegehilfsmittel im Rahmen der Pflegeversicherung. Soweit diese nicht wegen Krankheit oder Behinderung von der Krankenversicherung oder anderen Leistungsträgern übernommen wird. Die Pflegeversicherung unterscheidet zwischen:

• Technische Pflegehilfsmittel wie Pflegebett oder einem Notrufsystem.
• Pflegehilfsmittel zum Verbrauch wie Einmalhandschuhe oder Betteinlagen.

Es gibt ein Pflegehilfsmittel-Verzeichnis, das gibt eine Orientierung, welche Pflegehilfsmittel im Rahmen der Pflegeversicherung zur Verfügung gestellt oder leihweise überlassen werden können. Zu den kosten für technische Pflegehilfsmittel müssen Pflegebedürftige ab 18 Jahre einen Eigenanteil bezahlen in Höhe von 10 %, maximal jedoch 25 Euro je Pflegehilfsmittel.

Größere technische Pflegehilfsmittel werden oft leihweise überlassen, da entfällt dann eine Zuzahlung.

Für den Verbrauch bestimmter Pflegehilfsmittel werden im Monat bis zu 40 Euro von der Pflegekasse erstattet. Das sind Pflegehilfsmittel der Produktgruppe Hygieneprodukte. Dazu gehören unter anderem folgende Produkte:

• Bettschutzeinlagen die saugend sind für den einmaligen Gebrauch. Diese nehmen Körperflüssigkeiten auf und schützen damit nicht nur das Bett und den Bettbezug. Sondern helfen den Pflegebedürftigen zugleich einen besseren Liegekomfort und sorgt für Trockenheit.
• Schutzschürzen, Einwegschürzen die das Pflegepersonal schützen vor Verunreinigungen. Diese bestehen aus transparentem Kunststoff, sind wasserfest und feuchtigkeitsabweisend.
• Einweghandschuhe erfüllen 2. Wichtige Aufgaben. Zu einem schützen sie die Pflegebedürftige vor Keimen und Verunreinigungen, zum anderen schützen sie alle Beteiligten vor Infektionen oder ansteckende Krankheiten. Diese sind unersetzbare Hilfsmittel in der Pflege. Fingerlinge sind zwar anerkannte Hilfsmittel, aber die sind nicht so ratsam für die Anwendung.
• Desinfektionsmittel für die Hände dient zum Schutz vor Keimen und dient zur Risikoverringerung von Infektionskrankheiten. Diese sollten im Pflegealltag nach Gebrauchsanweisung genutzt werden.
• Desinfektionsmittel für Flächen damit können alle Bereiche desinfiziert werden, in denen Gefahr, besteht das, dort Keime sind und diese bedecken können. Das Mittel kann man in Sanitärbereich wie auch in Räumen nutzen, in denen Lebensmittel verarbeitet werden. Damit minimiert man das Risiko.
• Mundschutz sind für Pfleger als auch für Pflegebedürftige wichtig, um diese vor Krankheiten zu schützen. Perfekt, wenn man Erkältet ist oder andere ansteckende Krankheiten da sind.

Diese Pflegehilfsmittel kann man über die Pflegekasse abrechnen und das jeden Monat bis 40 Euro. Man kann diese in einer Apotheke bestellen und die Rechnungen dann bei der Pflegekasse einreichen und sich selber drum kümmern. Oder man bestellt eine Pflegebox, die man nach Bedarf zusammenstellen kann und der Anbieter von dieser Pflegebox kümmert sich um alles und man muss nichts machen. Man bestellt diese, bekommt die jeden Monat zugeschickt kostenlos und der Versender rechnet mit der Pflegekasse ab. Hier entfällt der Aufwand, mit dem selber abrechnen.

Wiederverwendbare Bettschutzeinlagen

2x im Jahr kann man auch die Wiederverwendbare Bettschutzeinlagen beantragen. Also bekommt man 2 bis 3 von diesen Unterlagen per Kostenzusage und kann diese dann nutzen. Vorteil ist, man kann diese Bettschutzeinlagen Waschen und sie verursachen weniger Müll. Man muss nur lediglich 10 Prozent der Kosten, maximal 25 Euro pro Hilfsmittel zahlen. Ausnahme, wenn man von der Zuzahlung befreit ist, bekommt man diese ohne Zuzahlung.

Ansprechpartner sind auch Krankenkasse, die Apotheke und die Anbieter von Pflegeboxen. Damit habe ich immer gute Erfahrungen gemacht und bekomme dort immer freundliche Antworten auf meine Fragen.

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