Gesundheit,  Lebensmittel

Wie ist das mit dem Kokosöl?

Viele sagen ja nun, Kokosöl ist super gesund. Perfekt und es gibt nichts anderes mehr. Doch was ist in Wirklichkeit dran und ist es nun gesund oder ungesund? Es galt ja als das Superfood und alle lieben es. Doch es gibt immer wieder negative Stimmen und ich selber bin dann auch verunsichert. Durch den hohe Anteils an Laurinsäure gilt es als ein besonders wertvolles Fett das Kokosöl. Durch verschiedene Vorträge, die man hört und sieht, ist man unsicher geworden.

Aber gleich vorweg wichtig ist eine ausgewogene, vielseitige und vollwertige Ernährung. Und ich ersetze keinen Arzt oder eine Ernährungsberatung und übernehme keine Haftung.

Kokosöl wird bei der Zubereitung von Speisen immer mehr genutzt. Es wird auch dem Öl nachgesagt, das es heilsame Eigenschaften hat, um abzunehmen. Doch das ist noch nicht belegt. Genauso das es eine leistungssteigernde Wirkung haben soll, wurde nicht nachgewiesen.
Mit der Verwendung sollte man sparsam umgehen. In kleinen Mengen ist das Kokosöl nicht giftig.

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Superfood oder kein Superfood das Kokosöl

Erinnert ihr euch noch an die Zeiten vom kalten Hund. Da war das Palmin beliebt und wurde immer wieder verwendet, auch wenn es als ungesund und sündig galt. Nun ist das Kokosöl für Menschen die besonders auf eine Ernährung achten ein Wundermittel. Es soll ja vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen bewahren, beim Abnehmen helfen, die sportlichen Leistungen erhöhen und sogar die Symptome von Alzheimer und Aids abmildern. Bei Veganern wird das Kokosöl genommen statt Butter und Sahne und sie nehmen das auch zum Anbraten.

Nun hat aber eine Wissenschaftlerin Frau Michels das Kokosöl als reines Gift bezeichnet für das Herz. Das Video wurde nun über hunderttausendmal angeklickt und es wurde heftig diskutiert. Zwar gab es für die unglücklich ausgedruckten Wörter eine Entschuldigung von ihr, aber sie hat es in einem Statement ausführlich erklärt, warum sie Kokosöl für ungesund hält.

Fakt ist das Kokosöl aus überwiegend und das bei 90 % aus gesättigten Fettsäuren besteht. Und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung ist der Meinung das man nicht mehr, wie 10 % der täglichen Energiezufuhr der gesättigten Fettsäuren ausmachen sollten. Gesättigte Fette, kommen vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Speck und Butter vor, diese erhöhen den Cholesterinwert und damit stehen diese in Verdacht, ein Risiko für Herzkrankheiten zu sein. Und das gilt auch für das Kokosöl, wie eine Studie aus dem Jahre 2016 zeigt. Alle Probanden die Kokosöl verzehrt hatten, haben erhöhte LDL Werte als andere Teilnehmer, die Sonnenblumenöl gegessen haben.

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Es gibt deutliche Hinweise, dass ein hoher Anteil an gesättigten Fettsäuren wirklich gesundheitsschädlich für das Herz sind. Wissenschaftlich gesichert ist aber auch, dass ein Austausch von gesättigten Fettsäuren, wie sie auch in Kokosöl enthalten sind, durch ungesättigte Fettsäuren wie in Oliven, Wal Nuss-, Leine oder Rapsöl das Risiko für Herzkrankheiten senkt.

Doch auch Positive Punkte muss man sehen

Doch auch gesundheitlich muss man da was positiv sehen, dass Kokosöl in einigen Fertigprodukten eingesetzt wird, um teil gehärtete Fette zu ersetzen und damit den Gehalt von Transfettsäuren deutlich gesenkt. Denn diese Fette sind schädlich für die Arterien. Hier kann man schon von einer guten Sache sprechen. Also wenn es um kleine Mengen Kokosöl geht, ist das okay. Wie immer ist die Dosis dann das Gift. Zudem enthält natives Kokosöl aber auch gesunde Begleitstoffe wie Vitamin E und sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole.

Jedoch sollte man vorsichtig sein mit Kokosöl, denn natives Öl ist nur zum Erhitzen bei niedrigen Temperaturen geeignet. Also in den kleinen Mengen ist das nicht giftig. Jedoch bitte nicht in großen Mengen.

Es steigert keine Leistung oder macht schlank

Viele sind immer in der Hoffnung das man, damit abnimmt. Der Grund für dieses Denken ist das Kokosöl sogenannte mittelkettige Fettsäuren wie in Caprin- und die Caprylsäure, die in Kokosöl zu finden ist. Diese Fette werden anders verstoffwechselt: Beim Abbau von MCT-Fetten werden Ketonkörper gebildet, die Sättigung signalisieren. Und sie haben einen um 10 % niedrigeren Energiegehalt als langkettige Varianten. Aber in Studien konnte nun nicht belegt werden das die MCT Fette keinen Schrankfächereffekt haben.

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Unterschied zwischen Kokosöl und Kokosfett

Natives Kokosöl wird aus dem frischen Fruchtfleisch der Kokosnuss gepresst oder direkt aus der Kokosmilch gewonnen und dieses wird auch nicht weiter behandelt. Je nach Raumtemperatur ist Kokosöl fest, cremig oder flüssig und erst ab 23° schmilzt es und wird dann flüssig. Man kann hier auch von Kokosfett reden, aber unter diesem Namen sind seit vielen Jahren feste Platten und Würfel zu bekommen, die sich geschmacksneutralen Braten und zum Frittieren verwenden lassen. Im Gegensatz zu dem native Kokosöl wird für Kokos-Platten getrocknetes Kokos-Fruchtfleisch gepresst und das so gewonnene Öl wird dann stark bearbeitet. Der kokoseigene Geruch und Geschmack gehen dabei verloren.

Welches Kokosöl sollte man kaufen

Es gibt ja viele Sorten Kokosöl, die man kaufen kann. Am Ende entscheidet jeder selber was er kauft und ausgeben möchte. Doch man sollte in der Regel Bio Kokosöl kaufen, hier werden ausschließlich Kokosnüsse aus biologischem Anbau verwendet.

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• Herstellung von Produkten auf der Grundlage möglichst Natur-schonender Methoden und unter Berücksichtigung von Erkenntnissen des Umweltschutzes und der Ökologie.
• Es wird auf den Einsatz von Pflanzenschutzmittel, aber auch auf Mineraldünger und Gentechnik verzichtet.
• Verzicht auf Zusatz von Geschmacksverstärker, künstlichen Aromen aber auch Farb- und Konservierungsstoffen.

Bio Qualität ist natürlich etwas kostenintensiver als normale Produkte, jedoch hat man damit eine gute Qualität und die oben genannten Punkte werden eingehalten.

Bei der Herstellung von Bio Kokosöl wird darauf geachtet, dass möglichst nachhaltig gewirtschaftet wird. Das bedeutet, wenn man der Natur was entnimmt, wird auch gleichzeitig für entsprechenden Nachschub bereitgestellt. So bleibt das Geben und nehmen im Gleichgewicht und die Natur wird nicht mehr wie nötig belastet. Bei einem konventionellem Anbau dagegen wird gleichzeitig auch Raubbau mit der Natur betrieben. Die Böden werden ausgebeutet, das man diese nicht wieder bewirtschaften kann. Gerade bei der Kokospalmen ist das in den letzten Jahren ein großes Problem geworden.

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Mit Bio Kokosöl tut man nicht nur sich was Gutes, sondern auch der Umwelt. Und wir müssen auf die Erde aufpassen für die Kinder und Enkel.

Moin ich bin Julia, eine echte Kieler Sprotte. Ich habe schon einige andere Blogs unter anderen Knuddelstoffel.de. Von daher kennen mich bestimm schon einige. Auf diesen Blog möchte ich alles Schreiben, was mir Essen, Backen, Kochen und genießen zu tun hat. Freue mich natürlich über jeden Leser! Viel Spaß auf meinen Blog.

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